Pferde Blog schreiben – warum du nicht irgendwen deinen Blog schreiben lassen solltest

Mir dreht sich der Magen um, als ich mit überhöhter Geschwindigkeit den Feldweg hinauf zum Pferdestall fahre. Wieder erreichte mich zuvor eine Nachricht: Dein Pferd verhält sich komisch. Nicht schon wieder, denke ich. Mit einem Vollstopp parke ich meine Klapperschüssel von Auto, springe heraus und hechte durch den Stall ans andere Ende, wo die Ponydame ihre Box hat.

Und da liegt sie.

Stöhnend, als ob sie jeden Moment den Löffel abgibt, mit dem schmerzenden Hinterbein nach hinten weggestreckt.

Wie auch die letzten Male knalle ich ihr eine (auf Anraten des Tierarztes) hohe Dosis Schmerzmittel rein. Wenn das nicht anschlägt, soll ich noch einmal beim TA anrufen. Mir ist zu dem Zeitpunkt ohnehin schon klar, ich muss ihn holen muss. Weil auch die letzten Male die Paste nicht gegen die Schmerzen angekommen ist, die mein Pony durchleiden muss. Nach einer Dreiviertelstunde steht der TA also auf dem Hof und spritzt ihr Schmerzmittel.

Wie kommt es, dass mein Pony nur auf drei Beinen steht, so urplötzlich, und bereits nach weniger als drei Tagen herumläuft, als wenn nichts gewesen wäre?

Keine Ahnung.

Ich kann dir zehn verschiedene Szenarien nennen, die davor abgelaufen sind. Zehn unterschiedliche Situationen, die aber in demselben Ergebnis enden. Auch das Röntgen der Hinterbeine hat keinen Aufschluss gegeben.

Um eine absolute, endgültige Lösung zu finden, hätte ich die Ponydame einpacken und in die Klinik schaffen müssen. Oder ich hätte die Beine abspritzen lassen müssen, um den Ursprung der Schmerzen lokalisieren zu können. Den Aufwand wollte ich uns beiden nicht machen. Die Ponydame ist ja auch schon in ihren 20ern.

Als sie das letzte Mal auf drei Beinen stand und alle anderen Pferdebesitzer um mich das kollektive Jammern anfingen, hat sich mein Entschluss innerlich gefestigt: Die Ponydame kommt in reiterlichen Ruhestand und ich muss den Stall wechseln. Seitdem sie von der Boxenhaltung zur Offenstallhaltung gewechselt ist und ich nur noch sporadisch für eine Spazierrunde draufsitze, blieben die dreibeinigen Vorfälle aus.

Ja, das Ergebnis ist nicht ganz so zufriedenstellend, immerhin weiß ich immer noch nicht, woran es genau lag. Aber der Ponydame geht es besser denn je – sowohl körperlich als auch psychisch. Und damit bin ich mehr als glücklich.

Es sind Situationen wie diese, die mich wissen lassen, wovon ich schreibe.

Ich verstehe es, wenn man denkt, das Pferd guckt komisch – egal, ob die anderen meinen, man übertreibt es mit der Angst.

Ich kenne die kreisenden Gedanken, wenn die Sehne dick ist. Ist die Sehne da wirklich geschwollen oder habe ich nur einen Knick in der Linse? Gestern sah das noch nicht so aus, oder? Wurde sie getreten? Habe ich es im Training übertrieben? Schwillt es ab? Muss ich in die Klinik zum Ultraschall fahren? Ist eventuell das feine Griffelbein gebrochen?

Ich verstehe die Sorge, dass das Pony in der neuen Gruppe nicht genug zu fressen abbekommt. Ja, damit verliert es vielleicht endlich seine überflüssigen Pfunde. Aber auf Dauer läuft es damit auch Gefahr, Magengeschwüre zu bekommen. Oder das heftige Abnehmen führt zu einer Hyperlipidämie und dann kann ich mir gleich die Nummer vom Abdecker raussuchen.

Ich fühle den Schmerz, wenn das Pferd einem den Allerwertesten zudreht, anstatt zu einem zu kommen. Was habe ich falsch gemacht? Habe ich beim letzten Training zu viel Druck aufgebaut? Versprühe ich negative Energien? MAG MEIN PFERD MICH NICHT?!?!

Ich kann sogar mitreden, wenn die Stute im Frühjahr mit einem Mal Milch produziert, obwohl sie das doch gar nicht sollte!

Ich verstehe,
…dass ein dreckiges Pferd ein glückliches Pferd ist.
…dass man mit Clickertraining und positiver Verstärkung ein motiviertes Pferd erhält.
…dass Pferde Humor haben.
…dass Pferde, wenn man sie respektiert, wertschätzt und ihnen ein Mitspracherecht einräumt, sie sich gerne unter- bzw. einordnen.
…dass das Pferde der Spiegel unserer Seele sind, nicht einfach eine platte Redewendung ist.
…dass wir viel Geld für das Wohlbefinden unseres Vierbeiners ausgegeben, aber wir selbst schmeißen uns lieber eine Packung Ibu rein, anstatt zum Arzt zu gehen.

Wenn du dich dafür entscheidest, einen Blog schreiben zu lassen, dann wähle nicht irgendeinen Texter. Ja, es gibt viele gute Texter, die auch hervorragend über Dinge schreiben können, zu denen sie keinerlei Bezug haben. Doch ein Leser, der aus der Pferdewelt kommt, liest den Unterschied heraus. Das kann Abzüge hinsichtlich emotionaler Bindung zu deinem Pferdebusiness und deinem Angebot geben. Und damit wiederum verlierst du potenzielle Kunden, weil sie sich einfach nicht auf der emotionalen Ebene durch die Blogartikel angesprochen fühlen. Informationen bringen am Ende nichts, wenn sich der Leser nicht verstanden und gut aufgehoben fühlt.

Es sind oftmals nur feine Nuancen wie die Hilfengebung bei der Hohen Schule: Nahezu unsichtbar und doch lassen sie das Pferd tanzen. Achte auf diese feinen Nuancen, wenn du deine Website Texte oder Blogartikel in Auftrag geben möchtest.

Künstliche Intelligenz ist aktuell in aller Munde. Immer mehr Unternehmen, aber auch Soloselbstständige greifen auf KI-gestützte Programme, um sich Texte, Grafiken und andere Inhalte für ihre Website, ihren Blog und ihre Vertriebskanäle erstellen zu lassen. Sie erhoffen sich dadurch Zeit- und Kostenersparnis. Warum einen Texter engagieren und briefen, wenn man den Text schnell und einfach selbst erstellen kann?

Es klingt zu schön, um wahr zu sein.

Und das ist es auch.

Denn der Pferdesport sieht sich mit sehr sensiblen Themen konfrontiert, die mit Fingerspitzengefühl angefasst werden müssen. Sei es, wenn es ums Dopen von Turnierpferden geht, die Rollkur auf Abreiteplätzen oder heimischen Reitplätzen, der flachse Umgang von Stewards, Richtern und Organisationen mit pferdeunfairem Handling.

Eine KI kann noch so viel dazulernen, sie wird aber niemals die Schmerzen verstehen, die ein Pferd in seinen Augen trägt, wenn es in Rollkur geritten wird, geschlagen wird oder die Sporen in seiner Seite ertragen muss.

Die KI wird auch niemals in den Genuss kommen, wie es ist, wenn das Pferd einem zugrummelt, weil es sich freut, einen zu sehen. Dieses Gefühl kennt die KI nicht und wird sie daher auch niemals authentisch beschreiben können.

Auch die am weitesten entwickelte künstliche Intelligenz kann keine emotionalen Texte schreiben, die die Pferdesportthemen mit den richtigen Samthandschuhen anfasst.

Daher bin ich der Meinung, dass KI niemals einen Texter ersetzen kann, der Ahnung von der Pferdewelt hat. Sofern man Blogbeiträge schreiben möchte, die aus Erfahrung geschrieben sind, emotional berühren und eine authentische, ernste Verbindung zum Leser aufbauen.

KI sollte ein Hilfsmittel sein und bleiben, eine Stütze bei der Suche nach neuen Blogthemen, bei der Erstellung und Ausarbeitung einer interessanten Textgliederung. Sie sollte aber nicht, nein, sie kann nicht den Job einen Texters mit Pferdeerfahrung machen.

Und wenn wir schon davon sprechen? Ich bin Texterin und Ponybesitzerin 2in1 und kann daher bei vielen Pferdethemen aus Erfahrung erster Hand sprechen.
Was auch immer das Thema deines Pferdebusiness und deines Unternehmensblogs ist – Futterberatung, Pferdeausbildung, Pferdephysio, Pferdeosteo – ich verstehe, wovon du sprichst.
Wenn du das Schreiben in professionelle Hände abgeben möchtest, dann kontaktiere mich gerne hier.

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